Riggenbach, Paul: Formen lernen. Möglichkeiten des Komponierens

Autor: Paul Riggenbach
Language: Deutsch
Level: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Order No. ODRA 10906
Publisher: OdradeC
Weight: 1,57 kg
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Formen lernen
Es werden Möglichkeiten des Komponierens systematisch aufgezeigt: Sowohl strukturelle Möglichkeiten als auch deren Funktionen
Erscheint am 1. September

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Description

Noten | lesen | lernen | Musik | lernen | Musikbücher | Theoriebücher | Praxisbücher | Improvisationsbüchers , vertikale Hörweise
Weight 1.5720
Autor Paul Riggenbach
Language Deutsch
Level 4
Pages 366 A4
Content

Klappentext:

In diesem Buch geht es nur am Rande um den schöpferischen Akt des Komponierens, um kompositorische Innovation, Kreativität und Intuition. Im Zentrum stehen vielmehr konkrete Möglichkeiten des Komponierens. Sie bilden eine Art Farbpalette oder einen Werkzeugkasten, der es (angehenden) Komponistinnen und Komponisten ermöglichen soll, ihre Kompositionen reichhaltiger und vielfältiger zu gestalten, und ihnen helfen soll, die Kompositionsidee umzusetzen.
Die Möglichkeiten des Komponierens werden nicht historisch dargestellt (welche Möglichkeit ist wann entstanden?), sondern systematisch geordnet nach den musikalischen Bereichen Melodie, Harmonie, Rhythmus, Dynamik, Klang, Raum, Form, Text und Transzendenz. In jedem dieser Bereiche wird auch gefragt, welche außermusikalischen Wirkungen oder Funktionen mit der jeweiligen Möglichkeit verbunden sind. Als zentral erweist sich Kapitel 7 über die Form, bei der es nicht nur um den äußeren Aufbau eines Musikstücks geht, sondern um dessen innere Konstruktionsprinzipien wie Themenarbeit, Kontrast, Symmetrie, Proportion, Clustertechnik, Aleatorik u.v.m.
Wie in allen Büchern der Reihe »Musik lernen« wird auch in Band 6 das Thema quer durch alle musikalischen Stile und Genres behandelt.
Zahlreiche Notenbeispiele und Einzelanalysen veranschaulichen die Möglichkeiten des Komponierens, die über Links auf www.odradec.de auch gehört werden können.

Schlussbetrachtung:

Ursprünglich wollte ich innerhalb von etwa einem Jahr ein schmales Buch von ungefähr 120 Seiten schreiben mit den systematisch gegliederten Möglichkeiten des Komponierens, bei denen die außermusikalischen Anteile im letzten Kapitel knapp angerissen und später in einem weiteren Band der Reihe »Musik lernen« vertieft werden sollten. Doch der Plan ist nicht aufgegangen. Zum einen wurde mir während des Schreibens schnell klar, dass sich die Funktion von den Kompositionsmöglichkeiten nicht abspalten ließ. Denn die strukturellen Möglichkeiten ergeben sich oft gerade aus ihrer Funktion. Dadurch, dass der Kompositionsimpuls teilweise oder sogar ganz im Außermusikalischen liegen kann, erweitert sich die Palette der Kompositionsmöglichkeiten enorm. Also versuchte ich die Funktion zwar bei den jeweiligen strukturellen Möglichkeiten einzubeziehen, aber immerhin so davon zu trennen, dass sie optisch durch die kursive Schrift kenntlich blieben. Doch auch dies ließ sich nicht wirklich konsequent durchführen, weil strukturelle und funktionale Möglichkeiten sich oft so eng berühren und durchdringen, was sich spätestens in Kapitel 8 herausstellte. Zudem hatte ich mehr und mehr das Gefühl, in ein unbekanntes Haus geraten zu sein, bei dem sich in jedem Raum immer neue Türen auftaten und riesige Zimmer zum Vorschein kamen mit neuen Verästelungen und nochmaligen Türen und Toren. Manchmal fühlte ich mich so wie in einem kafkaesken Schloss. Aber mehrheitlich war das Betreten neuer Räume für mich faszinierend und im positiven Sinne überraschend.
Dies hat sich auch auf die Anzahl Kapitel ausgewirkt: Der Raum, den ich ursprünglich in Kapitel 5 unterbringen wollte und der in Band 2 noch nicht als eigener Bereich in Erscheinung getreten war, erwies sich im wahrsten Sinne ebenfalls als ein neuer, eigenständiger Raum, ja sogar als eigener Trakt im Haus der Musik. So mäanderte die Schreibarbeit immer weiter und kam erst nach vielen Jahren zum Abschluss, in denen ich die neuen Erkenntnisse parallel dazu in Kompositions- und Arrangier-Projekten anwenden, überprüfen und erweitern konnte.
Mir ist bewusst, dass dieses sehr umfangreich und detailliert gewordene Buch keine große Zielgruppe finden wird und deshalb kommerziell nicht erfolgreich sein kann. Dies drückt sich bereits in der niedrigen Auflage von 500 Exemplaren aus. Doch das Buch musste aus meinem Kopf aufs Papier. Ich konnte einfach nicht anders. Nun bleibt die leise Hoffnung, dass es außer mir selber für meine Arbeit als Musiker auch einigen wenigen anderen Menschen nützlich werden kann. Und ich spüre, dass die Gedanken des Buchs, auch wenn sie nur sehr geringe Verbreitung finden, nicht verloren gehen werden und sich in die Gedanken vieler anderer Autorinnen und Autoren einfügen werden.

Paul Riggenbach

P.S. Den ursprünglichen Gedanken, einen weiteren Band der Reihe »Musik lernen« zu schreiben über Funktionen von Musik, habe ich nicht aufgegeben. Der Plan geht dahin, meine empirische Untersuchung »Funktionen von Musik in der modernen Industriegesellschaft« für Nichtfachleute verständlich darzustellen und zu aktualisieren sowie mit den vorherigen Bänden der Reihe in Verbindung zu bringen.