Kurzbeschreibung: Orchesterarrangement nahe am YouTube-Video von "Libertango" (Astor Piazolla) in der Interpretation des Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter der Leitung von Daniel Barenboim. Das Arrangement ist nicht schwer zu spielen und flexibel gestaltet für variable Instrumentierung.
Lizenzgebiet: weltweit
Besetzung: Orchester
Instrumente: Piccolo/Flöte, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Perkussion/Mallet, Violine 1, Violine 2, Viola, Violoncello, Kontrabass
Instrumente Details: Von folgenden Instrumenten gibt es zwei unterschiedliche Stimmen: Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Trompete. Von allen transponierenden Instrumenten gibt es auch C-Stimmen. Als Perkussionsinstrumente sind Schlagzeug, Guiro und Marimba vorgesehen. Zur Instrumentierung gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten, siehe dazu unten bei "Empfehlungen zur Instrumentierung".
Interpreten: Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter der Leitung von Daniel Barenboim
Komponist: Astor Piazolla
Schwierigkeitsgrad: 3 (von 5)
Notenseiten: 51 (17 Partitur, 34 Einzelstimmen)
Bestell-Nr. 101-760-8010d
Garantie: ja
Video: Es gibt zwei Videos zum Arrangement auf dieser Seite. Klicken Sie oben auf die Bilder mit dem Pfeil!
Titelhintergrund:
Die Interpretation des Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter Daniel Barenboim ist nicht schwer zu spielen und hat dennoch großen emotionalen Effekt. Die zu Grunde liegende Aufnahme stammt aus dem Jahr 2006.
Libertango ist das heute vielleicht bekannteste Stück von Astor Piazzolla, denn als I’ve Seen That Face Before ist es durch die Interpretation von Grace Jones 1981 in die internationalen Charts und damit in die Radio- und Fernsehkanäle gelangt.
Sein Titel ist Programm: Als Zusammensetzung von Libertad (span. Freiheit) und Tango symbolisiert es Piazzollas Bruch des klassischen Tangos hin zum Tango Nuevo. Dieser Bruch ist nicht zu verstehen ohne Einbezug von Piazzollas Lebenlslauf. Vier Jahre nach seiner Geburt 1921 in Argentinien ist seine Familie nach New York ausgewandert. Sein Vater war zeitlebens ein begeisterter Tango-Bandoneon-Spieler und befreundet u.a. mit Carlos Gardel. Doch Astor begeisterte sich mehr für Jazz und Musik von Johann Sebastian Bach. Dies änderte auch nicht die Rückkehr der Familie nach Buenos Aires 1937. Zwar spielte er auch Tango und verdiente damit Geld. Aber sein Ziel war ein Studium von (klassischer) Neuer Musik, was er 1954 mit einem Europa-Stipendium verwirklichen konnte. Seine Herkunft aus dem Tango verschwieg er während seines Studiums in Paris. Als Grund gab er später an, dass der Tango einen sehr schlechten Ruf als minderwertig und Unterschichtsmusik genieße. Erst die Komponistin und Kompositionslehrerin Nadia Boulanger (deren bekannteste Schüler Aaron Copland und Philip Glass sind) brachte die Wende: Sie gab Piazzolla klipp und klar zu verstehen, dass seine klassischen Kompositionen keine klare Handschrift hätten und diese für ihn vielmehr im Tango zu suchen sei.
Der Tango Nuevo, den Piazzolla nach seiner erneuten Rückkehr in Argentinien begründete, erweiterte alle musikalischen Parameter des traditionellen Tangos und führte diesen auch weg vom rein Tanzbaren, womit er anschlussfähig an andere Musikrichtungen wie Jazz und Klassik wurde und auch im Konzertsaal Eingang fand. Dies fanden viele Menschen aus seiner Heimat vorerst nicht witzig, was so weit führte, dass sich Piazzolla zeitweilig nicht mehr auf die Straßen wagen konnte, weil er seines Lebens nicht sicher war. Doch schon vor seinem Tod 1992 wurde er zum Nationalhelden Argentiniens. Danach wurde er auch außerhalb Argentiniens immer bekannter. Interpreten seiner Musik sind z.B. Gidon Kremer, Layers Classic Giora Feidman, Yo Yo Ma, das Kronos-Quartett, Al die Meola u.a.
Folgende Interpretation von Libertango finden Sie ebenfalls bei jazzinotes als Musiknoten:
mit Astor Piazzolla, Yo Yo Ma et al. (Ensemble)
Layers Classic (Ensemble)
The Swingle Singers (A Cappella)
Paul Riggenbach (Piano solo)
Empfehlungen zur Instrumentierung
Das Arrangement ist flexibel gestaltet, damit Ihre Instrumentierungswünsche möglichst optimal unterstützt werden:
- Für jedes der transponierenden Instrumente (Klarinette in B, Horn in F und Trompete in B) gibt es auch eine C-Stimme. Damit kann dieses Instrument durch ein C-Instrument, insbesondere durch einen Synthesizer ersetzt oder gedoppelt werden.
- Die Instrumente Fagott, Trompete und Posaune können doppelt besetzt werden.
- Die Streicher können durch einen Synthesizer mit Strings-Klängen ersetzt oder gedoppelt werden. Dafür gibt es die Einzelstimme „Strings“.
- Die Pauken können reduziert werden: In einer Passage kann immer nur A gespielt werden („or stay on A“), eine andere kann tacet sein
- Die Perkussions-Instrumente können unterschiedlich kombiniert und besetzt werden. Für die Perkussion gibt es eine kombinierte Stimme „Percussion/Mallet“, die auch das Marimbaphon enthält.
- Marimba kann durch Klavier ersetzt werden.
Transposition:
Sie können diese Notenausgabe von uns transponieren lassen. Gehen Sie dabei bitte wie folgt vor:
1. Bestellen Sie die zu transponierende Einzelausgabe im Original.
2. Bestellen Sie den Artikel Transposition B.
3. Schreiben Sie eine formlose Mail an: info@jazzinotes.com mit dem Betreff "Transposition" und im Text der Angabe von Titel und gewünschter Ziel-Tonart.
Sie erhalten die Transposition einige Tage darauf per E-Mail als pdf-Datei, die Sie mit dem Passwort der Original-Einzelausgabe öffnen können.




